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  <title>Bildungsreisen</title>
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  <item rdf:about="http://www.bildungswerk-ks.de/events/be142zec-sobibor-treblinka-die-vergessenen">
    <title>Bełżec, Sobibór, Treblinka - die vergessenen Mordlager des Holocaust</title>
    <link>http://www.bildungswerk-ks.de/events/be142zec-sobibor-treblinka-die-vergessenen</link>
    <description>Diese Bildungsreise im Oktober 2012 thematisiert die Geschichte und Bedeutung der Mordlager der so genannten Aktion Reinhard. Neben den Besuchen der heutigen Gedenkstätten bietet diese Reise tiefe Einblicke in unterschiedliche Aspekte des Holocaust in Ostpolen. Thema ist auch der Umgang mit dem jüdischen Erbe (Friedhöfe, Synagogen, etc.) seit 1945. Die Reise ist eine Kooperation mit der niederländischen Stichting Sobibor und der polnischen Studnia Pamięci [Brunnen der Erinnerung].</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<h3></h3>
<h3>Drei Nationen</h3>
<p>Die Bildungsreise zu den ehemaligen Vernichtungslagern der „Aktion Reinhardt“ wird in Kooperation mit der niederländischen Stichting Sobibór und dem polnischen Verein Studnia Pamięci (Brunnen der Erinnerung) veranstaltet.</p>
<p>Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, aus den Niederlanden und aus Polen.</p>
<h3>Sprache</h3>
<p>Ein Teil der Führungen, Vorträge ist in englischer Sprache.<br />Für alle deutschsprachigen TeilnehmerInnen die keine oder nicht ausreichende englischen<br />Sprachkenntnisse haben, steht ein Übersetzer zur Verfügung.</p>
<p><img src="http://www.bildungswerk-ks.de/img/belzec/Ostpolen-Info%202010.bmp/@@images/1222499b-4e73-4403-862f-bbc164669a0e.jpeg" alt="Gedenkstätte Belzec" class="image-inline" title="Ostpolen-Info 2010.bmp" /></p>
<h3>Die Bildungsreise</h3>
<p>Geprägt wird diese Bildungsreise durch den Besuch der ehemaligen Mordstätten des Holocaust - Belzec, Sobibor und Treblinka. Gemeinsame Rundgänge und die Möglichkeit das Terrain individuell wahrzunehmen, ermöglichen einen kennen lernen der Topografie .und der Geschichte der Mordlager. Aber auch die Umgebung persönlich aufzunehmen und zu erfahren.</p>
<p>Mit dem Besuch der Orte ist die Geschichte des Leidens der Jüdinnen und Juden auf dem Weg in den Tod verbunden. Die Deportation aus ihren Wohnorten, die Qualen der Fahrt zum Mordlager und die letzten Stunden, Minuten nach Ankunft im Mordlager. Dazu gehört auch das Schicksal von einigen tausend verschleppten Menschen, die im Mordlager von den Tätern zur Arbeit gezwungen wurden. Die Frage nach den Tätern, den Mitwissern und Zuschauern begleitet uns während der Bildungsreise. Mit ausgewählten Biografien werden die unterschiedlichen Täter zur Diskussion gestellt. Vom Exzesstäter über den Gleichgültigen bis zum Verzweifelten. Die große Zahl der Mitwisser und Zuschauer beim Mord an der jüdischen Bevölkerung stellt die Frage der Schuld nicht nur mit Blick auf die Täter. Der Umgang der polnischen Gesellschaft mit den Orten des Mordes und dem jüdischen Erbe sind ständig präsent. Beide Fragen werden bei der Bildungsreise thematisiert. Zum Beispiel sind die Leiter der verschiedenen Gedenkstätten eingeladen um über die Geschichte und aktuelle Situation der Gedenkstätten zu berichten.</p>
<h3>Das Tagesprogramm</h3>
<p>29. September, Samstag</p>
<div class="plain kssattr-atfieldname-text kssattr-templateId-document_view kssattr-macro-text-field-view inlineEditable" id="parent-fieldname-text">
<p style="padding-left: 30px; "><b>Anreise</b></p>
<p style="padding-left: 30px; ">Wir reisen mit der Bahn von Berlin nach Lublin.<br />Die Zugverbindung mit der Abfahrts- und Ankunftszeit steht erst mit der Veröffentlichung des Sommerfahrplans der Deutschen Bundesbahn zur Verfügung.<br />Für die Verpflegung während der Anreise müssen die TeilnehmerInnen selbst sorgen.</p>
<p>30. September, Sonntag</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Der Tag beginnt mit einer Vorstellungsrunde der TeilnehmerInnen.<br />Anschließend wird der Historiker Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, in die Geschichte der Region Lublin vor dem Krieg einführen. Dabei steht das Verhältniss zwischen jüdischer und christlicher Bevölkerung im Mittelpunkt.<br />Bei einem Rundgang durch das ehemalige Ghetto von Lublin werden wir uns mit den<br />Lebensdingungen der Menschen im Ghetto auseinandersetzen.<br />Bis zum Einmarsch der Deutschen 1939 war Lublin ein Zentrum der Chassidismus, des orthodoxen Judentums in Osteuropa. Von den 122.000 Einwohnern Lublins waren zu diesem Zeitpunkt 40.000 Juden. Wie auch in anderen polnischen Großstädten wurde die Stadt nach dem Einmarsch der Deutschen in Sektoren aufgeteilt und ein jüdisches Ghetto eingerichtet. Vom 17. März bis zum 20. April 1942 wurden etwa 30.000 Lubliner Juden ermordet – die meisten von ihnen im Vernichtungslager Belzec. Nach dem Ende des Krieges, in der sozialistischen Ära Polens, wurde die jüdische Geschichte der Stadt und der Holocaust weitestgehend ignoriert. Erst iseit einigen Jahren beginnt man sich wieder der jüdischen Vergangenheit zu erinnern.<br />Unser Nachmittagsprogramm beginnt mit einer Einführung in die Geschichte der „Aktion Reinhardt“. „Aktion Reinhardt“ – das war der Codename der deutschen Nationalsozialisten für die systematische und millionenfache Ermordung der jüdischen Menschen, die während des 2. Weltkrieges in Polen lebten. Insgesamt wurden während der „Aktion Reinhardt“ über 1.700.000 Millionen Menschen ermordet. In Lublin war die Zentrale dieses Massenmordes untergebracht.<br />Im Anschluß gehen wir zu Orten in Lublin, von denen aus die „Aktion Reinhardt“ organisiert wurde. Anhand von Biografien stellen wir deutsche Täter vor.</p>
<p>1. Oktober, Montag</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Wir fahren von Lublin aus nach Südosten auf der Bundesstraße Richtung polnisch-ukrainische Grenze.</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Auf dem Weg in das frühere jüdische „Schtetl“ Izbica stoppen wir in dem kleinen Dorf Krasnyczyn. Jüdinnen und Juden aus Deutschland wurden in diesem abgelegenen Ort deportiert, bevor sie in den Mordstätten der „Aktion Reinhardt“ getötet wurden. Kaum bekannt ist, dass viele der aus Deutschland und anderen europäischen Ländern nach Ostpolen deportierten Jüdinnen und Juden zunächst in Durchgangslager wie Krasnicyn oder Izbica gebracht wurden.</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Izbica war vor 70 Jahren das größte Transitghetto. In Izbica wurden hunderte Jüdinnen und Juden u.a aus Deutschland Tage, manchmal aber auch Wochen und Monate, interniert, bis sie weiter in die nahe gelegenen Vernichtungslager Belzec oder Sobibór gebracht und ermordet wurden. Wie in Wlodawa und anderen polnischen Dörfern und Kleinstädten, die wir besuchen, leben auch in Izbica gegenwärtig keine jüdischen Menschen mehr. Einzig ein jüdischer Friedhof erinnert an die Vergangenheit. Hier wurden im November 1942 tausende jüdische Menschen erschossen und verscharrt. Auf der Suche nach Spuren der Vergangenheit besuchen wir den Friedhof und andere Plätze im Ort. Am Beispiel des ehemaligen jüdischen Friedhofs von Izbicawird der Umgang mit der jüdischen Geschichte in Polen thematisiert. Die Diskussion dazu vertiefen soll auch ein Besuch des ehemaligen jüdischen Friedhofs in Piaski, auf der Rückfahrt von Izbica nach Lublin.</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Am Abend wird eine Mitarbeiterin von der „Foundation for the Preservation of Jewish Heritage in Poland“ ihre Arbeit vorstellen. Aufgabe der Foundation ist es u.a. die ehemaligen jüdischen Friedhöfe in Polen vor dem Verfall zu schützen.</p>
<p>2. Oktober, Dienstag</p>
<div align="left">
<p style="padding-left: 30px; ">Treblinka war die größte Mordstätte der „Aktion Reinhardt“ und liegt in der Nähe von Warschau. Knapp eine Million Menschen wurden dort ermordet , vor allem Jüdinnen und Juden aus dem Warschauer Ghetto.<br />Bevor wir zur Gedenkstätte fahren, besuchen wir die Stadt Siedlce. Vom 22. bis zum 24. August 1942 wurden dort etwa 10.000 jüdische Menschen in die Mordstätte Treblinka verschleppt.<br />Nach unserem Aufenthalt in Siedlce fahren wir in die Ortschaften Wolka Okraglik und<br />Treblinka. Dort kamen alle Züge mit den deportierten Menschen an. Dort mussten sie warten, eingepfercht in die Waggons, bis die Waggons auf einer Nebengleisanlage in die Mordstätte geschoben wurden.<br />Anschließend Rundgang in der Gedenkstätte Treblinka.</p>
</div>
<p>3. Oktober, Mittwoch</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Unser Tagesprogramm beginnt mit einem Vortrag zur Geschichte des jüdischen Lebens in Polen nach 1945.<br />Im Anschluß fahren wir zur Gedenkstätte Majdanek. Unser Rundgang in der Gedenkstätte Majdanek beginnt mit der Geschichte der „Aktion Erntefest“. Am 3. und 4. November 1943 wurde die „Aktion Reinhardt“ mit der sogenannten Aktion Erntefest beendet. Etwa 42.000 Juden wurden in diesen zwei Tagen ermordet. Davon allein im Konzentrationslager Majdanek etwa 17.000 Juden.</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Nach dem Besuch der Gedenkstätte Majdanek ist Zeit für einen Spaziergang durch Lublin , einkaufen und entspannen ...</p>
<p>4. Oktober, Donnerstag</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Bełżec liegt etwa hundert Kilometer von Lublin entfernt, an der ukrainischen Grenze.<br />Vor unserem Besuch in der Gedenkstätte Bełżec machen wir einen Stopp in dem kleinen Städtchen Trawniki. Hier wurden die „fremdvölkischen“ Einheiten des SS- und Polizeiführers Lublin ausgebildet: die so genannten Trawniki-Männer. Sie wurden hauptsächlich unter sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert. Trawniki-Männer wurden unter anderem als Wachmannschaften in den Mordstätten der „Aktion Reinhardt“ eingesetzt.</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Historisch betrachtet war Bełżec das erste Lager der „ Aktion Reinhardt“. Hier begannen die Deutschen mit der Ermordung jüdischer Menschen in stationären Gaskammern. Innerhalb von zwölf Monaten tötete die SS dort etwa 500.000 Menschen mit den Abgasen von Panzermotoren. Seit Juni 2004 gibt es in Bełżec eine große Gedenkstätte mit Museum.</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Auf der Rückfahrt von Belzec nach Lublin besuchen wir die Renaissance-Stadt Zamość.</p>
<p>5. Oktober, Freitag</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Wir besichtigen die ehemalige Mordstätte Sobibór, die im Dreiländereck Polen, Ukraine und Weißrussland gelegen war.</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Auf dem Weg dorthin besuchen wir die Stadt Włodawa, knapp zwanzig Kilometer von Sobibór entfernt. Von den etwa 10.000 Menschen, die vor dem 2. Weltkrieg in Wlodawa lebten, waren rund 7.000 Jüdinnen und Juden. Fast alle wurden in die Mordstätte Sobibór verschleppt und ermordet. In Wlodawa werden wir die ehemalige Synagoge besuchen und etwas über die jüdische Geschichte der Kleinstadt erfahren. Am 24. Oktober 1942 mussten sich etwa 5.000 Jüdinnen und Juden auf dem Sportplatz von Wlodawa sammeln, und von dort aus zum Bahnhof marschieren, wo sie in Viehwaggons getrieben wurden, Sportplatz und Bahnhof werden<br />Stationen unseres Besuches in Włodawa sein. Bis zum erfolgreichen Aufstand der jüdischen Häftlinge am 14. Oktober 1943 ermordete die SS im Lager Sobibór etwa eine Viertelmillion jüdische Menschen. Knapp 50 überlebende Häftlinge sind bis heute namentlich bekannt.</p>
<p>6. Oktober, Samstag</p>
<p style="padding-left: 30px; "><b>Rückreise</b></p>
<p style="padding-left: 30px; ">Wir reisen mit der Bahn von Lublin nach Berlin. Die Zugverbindung mit der Abfahrts- und Ankunftszeit steht erst mit der Veröffentlichung des Sommerfahrplans der Deutschen Bundesbahn zur Verfügung.</p>
<p style="padding-left: 30px; "> </p>
<h3>Unterbringung</h3>
<p style="padding-left: 30px; ">Wir wohnen in Lublin im „Dom na Podwalu“, einem Gästehaus der Katholischen Kirche. Das über 300 Jahre alte historische Haus ist in der Lubliner Altstadt unterhalb des Schlosses gelegen.<br />Die Unterbringung erfolgt im Zwei-Bettzimmer. Gegen Aufpreis von 70,00 Euro ist die Buchung von Einzelzimmern möglich.</p>
<h3>Anmeldungen</h3>
<p style="padding-left: 30px; ">Wir bitten um frühzeitige Anmeldung, da sonst die Teilnahme nicht garantiert werden kann.<br />Der TeilnehmerInnenbeitrag beträgt 460,00 Euro. Im Teilnahmebetrag enthalten sind die Übernachtung , Vollverpflegung, An- und Abreise. Bei eigener Anreise nach Lublin, reduziert sich entsprechend der Teilnahmebeitrag. Die TeilnehmerInnen der Bildungsreise werden vom Veranstalter nicht kranken- und nicht reiseversichert.</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Anmeldungen und Überweisung des  Teilnahmebeitrages bitte an das Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. Kassel <br />Konto 1071 371; <br /> BLZ 520 503 53 der Kasseler Sparkasse.</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Fragen zum Programm, Ablauf und Organisation der Veranstaltung beantwortet das  Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. (Sabine Biel):</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Sabine Biel<br />biel@bildungswerk-ks.de<br />Dörnbergstraße 11<br />34119 Kassel</p>
<p style="padding-left: 30px; "> </p>
</div>]]></content:encoded>
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    <dc:creator>sfn</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Studienfahrt zur Aktion Reinhardt</dc:subject>
    
    <dc:date>2008-10-19T13:15:00Z</dc:date>
    <dc:type>Termin</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.bildungswerk-ks.de/events/annaeherung-an-das-weibliche-auschwitz-1">
    <title>Annäherung an das weibliche Auschwitz - Frauenstudienfahrt</title>
    <link>http://www.bildungswerk-ks.de/events/annaeherung-an-das-weibliche-auschwitz-1</link>
    <description>Diese Frauenstudienfahrt rückt Frauen als Opfer und Täterinnen in den Mittelpunkt. Sie nähert sich Auschwitz über die Geschichte, das Erleben und die Erinnerung von Frauen. Die Rundgänge über das Gelände der Gedenkstätte thematisieren unterschiedliche Aspekte der weiblichen Auschwitz-Geschichte und suchen historische Orte auf, mit denen sich Geschichten und Geschichte von Frauen verknüpfen.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Frauen wurden die Haare geschoren, sie wurden tätowiert, in eigens für sie bestimmte Lagerabschnitte gesperrt. Sie wurden zur Zwangsarbeit eingesetzt, hungerten, litten quälenden Durst.<br /> Etwa ein Drittel der Häftlinge in Auschwitz waren Frauen. Frauen zählten zum Lagerpersonal, sie arbeiteten in der Verwaltung und meldeten sich zum Wachdienst im Konzentrationslager.  Ehefrauen und Freundinnen besuchten ihre Männer am Einsatzort oder siedelten dorthin um.</p>
<p>Dem Schock der Ankunft, der brutale Empfang auf der Rampe und das Auseinanderreißen von Familien, Freunden und Bekannten, folgte die Aufnahme im Konzentrationslager. Neben Tätowierungen zählten gynäkologische ‚Untersuchungen’, die Ausgabe von Häftlingskleidung und das Rasieren der Körperhaare dazu.<br /> „Fast eine jede von uns flehte: ‚nicht ganz kahl, bitte nicht ganz kahl.’ (...) Vor uns lag ein Berg von Haaren in allen Farbschattierungen, traurig lagen sie da, alle die schönen Locken.“ <br /> Das Gebäude des ehemaligen Häftlingsbordells weist nicht nur auf die historische Situation von zur Prostitution gezwungenen Frauen hin, sondern ebenso auf ihre Schwierigkeiten nach der Befreiung. Die eigene Scham, aber auch die gesellschaftliche Nicht-Anerkennung ihrer Zwangssituation kennzeichnet die Situation dieser Frauen. Bis heute findet sich kein Hinweis des Museums auf die Funktion dieses Gebäudes.<br /> Der ehemalige medizinische Block im ‚Stammlager’ diente den rasse-politischen Plänen der Nationalsozialisten. Hier wurden in Versuchen an Frauen deren Eileiter verklebt, um ihre Unfruchtbarkeit herbeizuführen. Langfristiges Ziel sollte die Erforschung von Methoden der Massensterilisation sein, um letzten Endes ganze Völker aussterben zu lassen.<br /> Direkt hinter dem Zaun des Lagers befand sich die SS-Siedlung, in der SS-Führer gemeinsam mit ihren Familien untergebracht waren. Ein möglichst ‚normales’ Leben bei Feierabend gleich neben dem Vernichtungslager war hier möglich und auch üblich; dazu zählten neben einem reichhaltigen kulturellen Programm auch der Zuzug der Ehefrauen. Sie nahmen am gesellschaftlichen Leben teil, versorgten die Familie, organisierten Normalität. Gleichzeitig profitierten sie von Häftlingsarbeit und bereicherten sich am Hab und Gut der Ermordeten.<br /> Insgesamt 18.000 Menschen - Frauen, Männer, Kinder - lebten im sogenannten Theresienstädter Familienlager, bevor es von der SS im Sommer 1944 liquidiert wurde.<br /> „Alte Frauen in Auschwitz, ihre Nacktheit und Hilflosigkeit, die Bedürfnisse alter Menschen, die geraubte Scham. Alte Frauen auf den Massenlatrinen, wie schwer ihnen der Stuhlgang fiel, oder umgekehrt, wie sie Durchfall hatten. Alles öffentlich. Das Körperliche so viel weniger selbstverständlich als bei jungen Menschen und Kindern, und besonders bei dieser Großmuttergeneration, die noch im schamhaften, prüden neunzehnten Jahrhundert geboren war.“<br /> Im sogenannten Mexiko, einem nie fertiggestellten Lagerbereich in Birkenau, waren im Sommer 1944 ungarische Jüdinnen untergebracht, ohne Baracken, ohne Wasser, ohne Kleidung. Über sie hatte die SS noch nicht endgültig verfügt, sie warteten unter unsäglichen Bedingungen auf die Verschickung zur Zwangsarbeit oder auf ihre Vergasung.<br /> Als Siebzehnjährige wurde die Polin Janina Janczyk ins Frauenlager Bírkenau verschleppt. Sie erzählt aus ihren Erinnerungen, zeigt die Blöcke und Pritschen des Frauenlagers, in denen sie lebte und schlief. Sie berichtet, wie es war, zurück nach Hause zu kommen; wie sie in ihrer Familie mit ihrer Vergangenheit lebte; wann und warum sie zur Gedenkstätte Auschwitz zurückkehrte...<br /> Unmittelbar neben den Ruinen der Krematorien befindet sich der ehemalige Lagerabschnitt ‚Kanada’. Überwiegend Frauen arbeiteten hier. Sie waren damit beschäftigt, die mitgebrachten Habseligkeiten der Ermordeten zu sortieren, zu reparieren, für den Versand fertig zu machen.<br /> „Die Frauen vom ‚Kanada’ arbeiteten die ganze Nacht durch, im Licht eines riesigen Scheinwerfers und im roten Schein flammender Schornsteine, begleitet vom Geratter der vorfahrenden Wagen, von den Schreien der Fahrer, der Vorarbeiterinnen, der SS-Posten. Ununterbrochen ertönten die Pfiffe der Züge, die neue Opfer brachten.“ <br /> Trotz zahlreicher Zeugnisse und Berichte von weiblichen Überlebenden aus Auschwitz erscheint das Schicksal von Frauen im Konzentrationslager eher als eine Ausnahme, als Abweichung vom ‚Normalen’. So ist beispielsweise das Häftlingsbordell in der Gedenkstätte nicht gekennzeichnet; die Gestaltung der Gedenkstätte in Birkenau legt BesucherInnen einen Rundgang nahe, der das Frauenlager ausschließt.<br /> Die Frauenstudienreise des Bildungswerkes Stanislaw Hantz beleuchtet diese vielfach verschwiegene Seite der Geschichte und vermittelt ein grundlegendes Bild von Auschwitz aus weiblicher Sicht.</p>
<p> </p>
<table align="center">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2"><span class="small"> </span><br /></td>
</tr>
</tbody>
</table>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>sfn</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Frauenstudienfahrt</dc:subject>
    
    <dc:date>2008-11-04T13:50:00Z</dc:date>
    <dc:type>Termin</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.bildungswerk-ks.de/events/201enur-die-sterne-waren-wie-gestern201c">
    <title>"Annäherung an Auschwitz"</title>
    <link>http://www.bildungswerk-ks.de/events/201enur-die-sterne-waren-wie-gestern201c</link>
    <description>Thematischer Schwerpunkt der Bildungsreise sind die Menschen, die in Auschwitz inhaftiert, ermordet und gefoltert wurden.
</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p><b>Organisatorisches</b></p>
<p style="text-align: justify; "> Die Teilnehmer der Bildungsreise sind vom Veranstalter nicht krankenversichert und nicht Reiseversichert.</p>
<p>In Oswiecim wohnen wir in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte. Die Unterbringung ist im Doppelzimmer. Einzelzimmer kann  mit Aufpreis gebucht werden.</p>
<p style="text-align: justify; ">Der Teilnehmerbeitrag beträgt 210,00 €.</p>
<p style="text-align: justify; ">Im Teilnahmebeitrag enthalten sind Übernachtung, Frühstück, Abendessen.  Busfahrten. Kosten für Führungen, Eintritt, etc.</p>
<p style="text-align: justify; "> </p>
<p style="text-align: justify; "><b>Weitere Informationen, Fragen ...</b></p>
<p style="text-align: justify; ">Fragen zum Programm, Ablauf und Organisation der Bildungsreise beantwortet:</p>
<p align="center" style="text-align: center; ">Florian Ross</p>
<p align="center" style="text-align: center; "><a href="mailto:ross@bildungswerk-ks.de">ross@bildungswerk-ks.de</a></p>
<p align="center" style="text-align: center; ">0561-24771</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>stef</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>menschen in auschwitz</dc:subject>
    
    <dc:date>2010-07-14T07:55:00Z</dc:date>
    <dc:type>Termin</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.bildungswerk-ks.de/events/der-holocaust-in-der-ukraine">
    <title>Der Holocaust in der Ukraine</title>
    <link>http://www.bildungswerk-ks.de/events/der-holocaust-in-der-ukraine</link>
    <description>Ein thematischer Schwerpunkt der Bildungsreise ist die Geschichte Lembergs unter nationalsozialistischer Besatzung. Dabei steht im Mittelpunkt das Schicksal der jüdischen Bevölkerung, die Ghettoisierung, Verschleppung und Ermordung u.a. im Vernichtungslager Belzec.  
 Ein zweiter Schwerpunkt der Bildungsreise ist die Begegnung mit Mitgliedern heutiger jüdischer Organisationen. Sie geben einen Eindruck vom jüdischen Leben in Lemberg. Wir lernen u.a. die Arbeit von "Hesed Aryeh" und B'nai B'rith kennen. 
 Zum Programm der Bildungsreise gehört ein Besuch der Stadt Drohobycz und der Gedenkstätte Belzec.
</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<h2></h2>
<p> </p>
<p><b><b>Das voraussichtliche Programm</b></b></p>
<p><b>Samstag , 01. Juni '13</b></p>
<div align="right"><b>Berlin - Lublin<br /></b></div>
<p>Wir treffen uns im Hauptbahnhof Berlin. Den genauen Treffpunkt sowie die<br />Uhrzeit teilen wir rechtzeitig mit. Unser Zug fährt über Szczecin nach Lublin, wo<br />wir morgens ankommen.</p>
<p> </p>
<p><b>Sonntag, 02. Juni '13</b></p>
<div align="right"><b> Lublin - Lemberg</b></div>
<p>In Lublin frühstücken wir einem katholischen Gästehaus, bevor wir mit dem <br />Bus nach Lemberg fahren. Nachdem wir die Grenzformalitäten hinter uns ha-<br />ben, fahren wir noch eine gute Stunde mit dem Bus, bis wir Lemberg errei-<br />chen. Hier beziehen wir unsere Zimmer in einem Hotel im Zentrum der Stadt.<br />Dann ist erst mal Zeit sich einzurichten und die Spuren der Anreise<br />abzuschüttteln.</p>
<p style="text-align: right; "><b>Robert Kuwalek</b></p>
<p style="text-align: left; ">In  Lublin schließt sich uns Robert Kuwałek an, Mitarbeiter der  Gedenkstätte <br />Majdanek. Zu seinen Aufgaben gehört u.a. die Erforschung  der Geschichte <br />des Vernichtungslagers Bełżec. In diesem Mordlager der  sogenannten <br />Aktion Reinhard wurden allein aus Lemberg etwa 80.000  Jüdinnen und <br />Juden umgebracht. Grund für Robert Kuwałek sich seit  einigen Jahren mit <br />der jüdischen Geschichte Lembergs zu beschäftigen. Er  wird uns in Lemberg <br />mit seinem Wissen zur Verfügung stehen.</p>
<p style="text-align: left; "> </p>
<p><b>Montag, 03. Juni '13<br /></b></p>
<div align="right"><b>Stadtrundgang</b></div>
<p>Unser Programm beginnt morgens mit einem Stadtrundgang durch Lemberg.<br />Robert Kuwalek wird uns mit verschiedenen Örtlichkeiten vertraut machen<br />und einen ersten Einblick in die vielfältige Geschichte der Stadt geben.</p>
<p> </p>
<div align="right">
<div align="right"><b>Viktoria Wenediktowa</b></div>
<p style="text-align: left; ">Nach dem Mittagessen werden wir Frau Viktoria Wenediktowa begegnen. Sie lebt<br />seit Anfang der 1950er Jahre in Lemberg. Sie hat als Stadtführerin gearbeitet<br />und sich besonders mit der jüdischen Geschichte beschäftigt. Hilfreich war<br />für sie dabei, dass ihr Vater, Jakob Honigsman, viele Veröffentlichungen zum<br />Holocaust in Galizien gemacht hat. Jakob Honigsman ist vor den Deutschen<br />aus Lublin in die UdSSR geflohen. So konnte er den Holocaust überleben.<br />Nach dem Krieg ist er in Lemberg geblieben.</p>
<b> </b>
<div align="left"><br /><br /><br /><b>Dienstag, 04. Juni '13<br /></b>
<div align="right"><b>Jüdisches Leben in Lviv</b><br />
<div align="left">
<p>Vormittags besuchen wir das Haus von „Hesed Aryeh“. Hesed ist eine jüdi-<br />sche Wolhltätigkeitsorganisation. In Anlehnung an den Löwen im Lemberger<br />Stadtwappen hat sich die Lemberger Vertretung von Hesed den Beinamen<br />Aryeh, Löwe, gegeben. Seit August 1998 bietet Hesed für die jüdischen Bür-<br />gerinnen und Bürger der Stadt verschiedene soziale und kulturelle Programme<br />an.</p>
<div align="right"><b>Deutsche Besatzung</b></div>
<p>Am Nachmittag beschäftigen wir bei einem Rundgang durch das ehemalige<br />Ghetto mit der jüdischen Geschichte unter der deutschen Besatzung von 1941<br />bis 1944.</p>
<br /><br /><br /><b>Mittwoch, 05. Juni '13<br /></b>
<div align="right"><b>Drohobycz</b><br />
<div align="left">
<p>Morgens fahren wir nach Drohobycz.</p>
<p>Vor dem zweiten Weltkrieg zählte die jüdische Gemeinde in Drohobycz etwa<br />15.000 Mitglieder. Am 30. Juni 1941 marschierte die Wehrmacht in die Stadt<br />ein. Am nächsten Tag begann ein dreitägiges Pogrom, bei dem über 300 Juden<br />ermordet wurden. Im März und August 1942 wurden etwa 4.500 Juden in das<br />Vernichtungslager Belzec verschleppt. Hunderte wurden während dieser Aktio-<br />nen auf den Straßen der Stadt ermordet. Angang Oktober wurde ein Ghetto für<br />10.000 Juden eingerichtet. Im Oktober und November wurden weitere 4.000<br />Juden nach Belzec verschleppt. Ende Mai 1943 begannen die Deutschen das<br />Ghetto aufzulösen. Nach der Befreiung durch die sowjetische Armee im August<br />1944 kamen 400 jüdische Überlebende aus ihren Verstecken.</p>
<p><br />Drohobycz ist auch der Geburtsort des polnisch-jüdischen Schriftsteller und<br />Graphiker Bruno Schulz. Schulz arbeitete zuletzt im Ghetto als eine Art „Hof-<br />maler“ des SS-Mannes Felix Landau. Im November 1942 wurde Bruno Schulz<br />auf der Strasse in Drohobycz von einem SS-Mann erschossen.</p>
<p>Nach unserer Ankunft in Drohobycz haben wir mit einem Mitglied der jüdischen<br />Gemeinde ein Gespräch. Anschließend besuchen wir bei einem Stadtrundgang<br />Orte der jüdischen Geschichte von Drohobycz.</p>
</div>
<div align="left"><br /><br /><b>Donnerstag, 06. Juni '13</b><br />
<div align="right"><b>Der Weg in den Tod</b></div>
<p align="left">Um 8.30 Uhr beginnen wir unseren Rundgang, der den Spuren der Verschlep-<br />pung der Lemberger Jüdinnen und Juden in das Mordlager Belzec in den Tod folgt. <br />Zum Abschluß des Rundgangs besuchen wir das ehemalige Geländedes Zwangs-<br />arbeitslager Janowska, das auch ein Vernichtungslager war. Hier  wurden bei <br />Massenerschiessungen Tausende von Lemberger Juden getötet.</p>
<p align="right"><b>Abschied</b></p>
<p align="left">Unseren letzten Abend in Lemberg lassen wir mit einem „Abschieds Büffet“<br />ausklingen.</p>
<p align="left"><b>Freitag, 07. Juni '13</b></p>
<p align="right"><b>Lemberg - Belzec<br />Lublin - Berlin<br /></b></p>
<p align="left">Gegen 6 Uhr morgens verlassen wir Lemberg und fahren wir mit dem Bus über<br />die ukrainsch-polnische Grenze. Kurz hinter der Grenze besuchen wir die<br />Gedenkstätte Belzec. Am frühen Nachmittag erreichen wir Lublin. Interessier-<br />te können noch einen kleinen Stadtbummel machen. Nach einem gemeinsa-<br />men Abendessen steigen wir gegen 20.00 Uhr in den Zug. Gegen 7.30 Uhr<br />kommen wir in Berlin an. Die genaue Ankunftszeit teilen wir rechtzeitig mit.</p>
<p align="left"> </p>
<b>Organisatorisches:</b></div>
<div align="left">
<p align="right"><b>Einreise</b></p>
<p align="left">Zur Einreise in die Ukraine wird ein Reisepass benötigt, der einen Monat über<br />das Ende des Aufenthaltes in der Ukraine hinaus Gültigkeit besitzt.<br />Ein Personalausweis genügt zur Einreise nicht.<br />EU-Bürger erhalten an der Grenze ein Visum zur Einreise.</p>
<p align="right"><b>Krankenversicherung, Reiseversicherung</b></p>
<p align="left">Die Teilnehmer der Bildungsreise sind vom Veranstalter nicht krankenversi-<br />chert und nicht reiseversichert.</p>
<p align="right"><b>Unterbringung</b></p>
<p align="left">Die Unterbringung ist im Doppelzimmer. Eine Unterbringung im Einzelzimmer<br />ist gegen einen Aufpreis möglich.</p>
<p align="right"><b>Teilnehmerbetrag</b></p>
<p align="left">Der Teilnehmerbeitrag beträgt 490,00 €.<br />Im Teilnahmebeitrag enthalten sind Übernachtung, Frühstück, Abendessen.<br />An- und Abreise von Berlin-Hbf. Busfahrten. Kosten für Führungen, Eintritt,<br />etc.<br />Der Teilnehmerbeitrag muss bis zum 01. April 2013 überweisen werden:<br />Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V., Konto-Nr. 1071371, BLZ 520 503 53,<br />Kasseler Sparkasse.</p>
<p align="right"><b>Weitere Informationen, Fragen...</b></p>
<p align="left">Fragen zum Programm, Ablauf und Organisation der Bildungsreise beantwor-<br />tet:</p>
<p align="left">Steffen Hänschen<br />haenschen@bildungswerk-ks.de</p>
<div align="right">
<p> </p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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    <dc:date>2011-10-10T21:00:00Z</dc:date>
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